Ehemaliges Bauernhaus, Sanierung, Umbau und Anbau

Muhr am See, Judenhof 31

Aufgabenstellung / Beschreibung

Das ehemalige Wohnstallhaus, 2-geschossig mit Walmdach erste Erwähnung 1806, liegt am Rand des Ortsteiles Altenmuhr, nahe der Altmühl. Bis in das 20. Jahrhundert war es von Altmühl-Fischern bewohnt gewesen. Zum Wohnhaus gehörte damals das, im Grundbuch eingetragene, Fischereirecht. Im Garten war noch der Teich vorhanden, in dem die Altmühl-Krebse zwischen gelagert worden waren, die im Muhrer Schloss als Vorspeise beliebt waren.

Das alte Wohnstallhaus ist im Laufe längerer Zeit schrittweise saniert und als Wohn- und Bürogebäude umgebaut worden. Ab 2001 wurde zusätzlich das Dach als Wohnraum ausgebaut und die Dachflächen gedämmt.

Besonderheiten

2011 ist ein neuer Holzständerbau im Süden des Altbaus errichtet worden, als mehrfach nutzbarer moderner, Erweiterungsbau,in dem auch die Übergabestation für eine neue Heizungsanlage untergebracht werden sollte.

Im Zuge der energetischen Sanierung des westlichen Nachbargebäudes, Judenhof 33, ist im dort neu geschaffenen Heizraum eine gemeinsame Heizungsanlage errichtet worden, bestehend aus einem Pelletskessel, mit einem Pufferspeicher (2.000 lit), zusammen mit einer Sonnenkollektoranlage auf dem Süddach des Nachbarhauses (24 m²). Die „Fernleitung“ wird durch das Nachbargebäude bis zur Grundstücksgrenze geführt und dann durch eine gut gedämmte Erdleitung ein Stück im Gelände bis zu der neuen Übergabestation und in einem weiteren Pufferspeicher (1.000 lit) gesammelt und verteilt. Damit konnte die in die Jahre gekommene Gastherme durch eine Biomasse-Heizung ersetzt werden, mit solarer Trinkwasser-Bereitung und solarer Heizungsunterstützung in der Übergangszeit.